Die Sammlung CMC ist eine Kunstsammlung von Werken von Constantin von Mitschke-Collande (1884–1956). Es haben sowohl die Tochter des Künstlers Constanze von Collande, als auch das Ehepaar Hans-Christoph (Großneffe des Künstlers) und Verena von Mitschke-Collande die in Ihrem jeweiligen Besitz befindlichen Werke, zusammengetragen.
Sein Lebenswerk
sichern und ein
grössEres Publikum
erreichen.
Die Sammlung setzt sich aus Werken aus dem direkten Nachlass des Künstlers sowie denjenigen, die über Jahrzehnte auf dem Kunstmarkt oder von Privatbesitz erworben werden konnten, zusammen. Die Werke umfassen nicht nur alle Gattungen des Künstlers wie z.B. Malerei, Aquarelle, Druckgrafiken, Zeichnungen und Illustrationen, sondern auch alle Schaffensphasen von Frühwerken über Expressionismus, neue Sachlichkeit bis hin zu seinen Spätwerken. Somit ist dies die größte Sammlung von Werken von Constantin von Mitschke-Collande (CMC).
2019 wurde die Sammlung CMC gegründet, 100 Jahre nachdem, mit Constantin von Mitschke-Collande als Gründungsmitglied, die Künstlervereinigung „Dresdner Sezession“ gegründet wurde. Ziel der Sammlung CMC ist es, den Künstler und einen wichtigen Teil seines Lebenswerkes zu sichern, zu dokumentieren, und einem größeren Publikum als bisher möglichst nahe zu bringen.
Hinweise auf
weiterer Werke
liegen uns am
Herzen.
Dazu Hans-Christoph und Verena von Mitschke-Collande: „Durch die Gründung der Sammlung CMC hoffen wir, dass es uns gelingt die verschiedenen künstlerischen
Ausdrucksformen, derer sich CMC bedient hat, zeigen zu können. Ebenso möchten wir auf sein großes Repertoire unterschiedlicher Sichtweisen auf Menschen und Landschaften aufmerksam machen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Interessierten dieser Zeit. Des weiteren freuen wir uns auch über Hinweise auf eventuelle Standorte weiterer Werke von CMC.“
Constanze von Collande: „Im Laufe der sich über viele Jahre hinziehenden Zusammenführung der Sammlung erinnerte ich mich an das Schicksal der Bilder in den turbulenten Zeiten der letzten Jahre des zweiten Weltkrieges. Nur zögernd hatte sich mein Vater während des Krieges in Dresden bereit erklärt, eine Auswahl seiner Arbeiten, Ölbilder, Aquarelle und Grafiken aus seinem Atelier zusammen zu packen, und auf Vorschlag meiner Mutter hin, auf dem Land in Thüringen auszulagern.
Mein Vater glaubte damals noch, dass Dresden mit seiner weltberühmten Barock Architektur, seinen Kunstschätzen und tausenden Flüchtlingen in Rot Kreuz Zelten im „Großen Garten“ kein strategisches Ziel der Alliierten darstellte. All das erfuhr ich selbst erst viel später, als meine Mutter 1947 nach einer abenteuerlichen Fahrt in überfüllten Zügen das Paket mit den geretteten Werken, meinem zu Tränen gerührten Vater, überreichte. Bekanntlich war Dresden im Februar 1945 von den Alliierten bombardiert und damit der Rest der Werke meines Vaters in seinem Atelier vernichtet worden.
Ich werde den Moment, als mein dankbarer Vater das Paket auspackte, nie vergessen. Während er die aufgerollten Ölbilder wieder auf die Keilrahmen spannte, erklärte er mir die Bedeutung seiner Arbeiten. Als 6-jähriges Kind in Rothenburg o. d. Tauber, wo wir nach der Flucht zunächst untergekommen waren, haben mich die farbigen expressionistischen Holzschnitte „Montezuma“, Illustrationen für die gleichnamige Ballade des Dichters Klabund, enorm beeindruckt. Mit Staunen studierte ich die vier Blätter, während mir mein Vater vom erschütternden Schicksal Montezumas, des Herrschers über das Aztekenreich, erzählte.
Mein außerordentlicher Dank gilt Verena und Hans Christoph von Mitschke-Collande für ihr unermüdliches Bestreben, das weitläufige Gesamtwerk meines Vaters in der Sammlung CMC zusammenzufügen und damit auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“